Heidelberg - Eine Stadt mit Geschichte

Der angeblich erste Besucher Heidelbergs war der berühmte homo heidelbergensis, der zwischen 621.000 bis 474.000 Jahren Jahre alt ist. Interessanterweise ist dieser homo heidelbergensis in der Gemeinde Mauer (18 km südöstlich von Heidelberg) gefunden worden, die aber nicht zum Stadtkreis Heidelberg gehört. Zudem ist wissenschaftlich nicht erwiesen, dass der homo heidelbergensis wirklich die Region um Heidelberg besucht hat.

Nachgewiesen ist jedoch eine keltische Siedlung aus vorchristlicher Zeit auf einem Berg im Norden von Heidelberg. Ebenfalls auf heutigem Heidelberger Territorium finden sich noch die Spuren eines ehemaligen römischen Militärlagers.

           

Eine endgültige Besiedlung des heutigen Heidelbergs findet durch die Franken ab dem 6.Jahrhundert statt, oder besser gesagt, die heutigen Stadtteile entstanden teilweise in dieser Zeit. Die beiden Gemeinden Neuenheim und Handschuhsheim wurden bereits für das Jahr 765 urkundlich erwähnt. Die Quelle, der Lorscher Kodex wurde allerdings erst im 12.Jahrhundert verfasst, so dass man diese Jahreszahlen kritisch annehmen muss.

Das Heidelberg, wie wir es heute kennen, ist gar nicht so alt wie man es annehmen könnte. Die erste urkundliche Erwähnung ist aus dem Jahre 1196. Das Heidelberger Schloss, in seiner Anfangszeit eher eine Burg, wurde zum ersten Male 1225 erwähnt. Der Ausbau des Schlosses beginnt im Jahre 1401 durch Ruprecht III. (nicht der Gründer der Universität).




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Renate Ludwig: Kelten, Kastelle, Kurfürsten. Archäologie am unteren Neckar, Stuttgart 1997, S. 63 und Tilmann Bechert: "Die Frühzeit bis zu den Karolingern", in: Elmar Mittler (Hrsg.): Heidelberg. Geschichte und Gestalt, Heidelberg 1996, S. 30.